Stand der Technik

 

Die seit 2015 gültige Betriebssicherheitsverordnung fordert, dass Unternehmen ihren Beschäftigten nur Maschinen zur Verfügung stellen dürfen, deren sicheres Betreiben dem Stand der Technik entspricht. Diese Forderung gilt auch für Altmaschinen. In Form einer Gefährdungsbeurteilung muss die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber bei der Verwendung von Arbeitsmitteln die auftretenden Gefährdungen, die sich aus den Arbeitsmitteln selbst, der Arbeitsumgebung und den Arbeitsgegenständen, an denen Tätigkeiten mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden, beurteilen und daraus die notwendigen und geeigneten Schutzmaßnahmen nach der Maßnahmenhierarchie technisch – organisatorisch – personell ableiten.

 

Eine sogenannte „Bestandschutzregelung“ existiert jetzt nicht mehr !

 

Aufsatz Prof. Klaus Dickmann, Laserzentrum Münster

 

 

Betreiber von Altmaschinen dürfen sich nicht auf das Sicherheitsniveau berufen, das zum damaligen Zeitpunkt der ersten Inbetriebnahme gegolten hat. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der jetzigen Verwendung.

 

Auch für Maschinen mit CE-Kennzeichnung muss der Betreiber eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Die CE-Kennzeichnung entbindet ihn nicht von den Pflichten, die ihm in der Betriebssicherheitsverordnung auferlegt werden.

 

Lasermaschinen ohne CE und ohne Konformität

 

Maschinen ohne ein gültiges CE gefährden die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz. Daher ist es unumgänglich, dass derartige Maschinen einer Überprüfung unterzogen werden, um die Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen festzustellen.

Lasermaschinen, die durch den Hersteller oder den Importeur -unwissentlich- in die falsche Laserklasse ( z.B. Laserklasse2 ) eingeteilt wurden, verbleiben wegen fehlender elektrischer Sicherheit ( unzureichendes Performance Level ) in der gefährlicheren Laserklasse4 und damit erlischt die irrtümlich angebrachte CE-Kennzeichnung und die Maschine darf nicht in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden. 

 

Diese Lasermaschine kann der Hersteller im Nachhinein einem Konformitätsbewertungsverfahren unterziehen. Dabei muss der Hersteller anhand der EG-Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) sicherstellen, dass

  • die Maschine die in Anhang I aufgeführten, für sie geltenden grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen erfüllt,
  • die in Anhang VII Teil A genannten technischen Unterlagen verfügbar sind,
  • insbesondere die erforderlichen Informationen, wie die Betriebsanleitung ( in deutscher Sprache ) zur Verfügung stehen,
  • das zutreffende Konformitätsbewertungsverfahren gemäß Artikel 12 ( Siehe DIN 12100 ) durchgeführt wird,
  • die EG-Konformitätserklärung gemäß Anhang II Teil 1 Abschnitt A ausgestellt wurde und der Maschine beiliegt und, dass
  • die CE-Kennzeichnung gemäß Artikel 16 angebracht wird.

 

Empfehlung

 

Durch die CE-Zertifizierung kann es bei „älteren“ Maschinen zu oben genannten Problemen kommen. Um das gesetzliche Schutzziel „Maschinen müssen sicher betrieben werden können“ zu erreichen, muss deshalb die Maschinensicherheit auf andere Art und Weise gewährleistet sein. Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung darf an Maschinen nur gearbeitet werden, nachdem

  • eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde,
  • die ermittelten Schutzmaßnahmen zum sicheren Betrieb nach dem Stand der Technik ( mit Performance Level mind. d ) umgesetzt sind und
  • festgestellt wurde, dass die Verwendung von Arbeitsmitteln nach dem Stand der Technik sicher ist.


 

                                                                                                  

 

 

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Hotline

0651 - 83630

 

 

 

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Beispiel  Laserschutzraum für eine Lasermaschine der Klasse4 mit sicherer Aussensteuerung

( Interlock )

 

 

 

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